Von Salta aus haben wir 3 Tage Exkursionen gemacht.
Bilder Salta und Quebrada de Humahuaca
Am 29. fuhren wir mit dem Auto entlang der berühmten Zugsstrecke Tren a las Nubes. Die Strecke wird im März nach 2 Jahren Instandsetzung wieder in Betrieb genommen, fährt aber sowieso nur im argentinischen Winter. Aber mit dem Auto konnte man die eindrücklichen Brücken, Viadukte und Spitzkehren sehen; Beat fotografierte fleissig. In San Antonio de Cobre, der Bergstation, gab es Mittagessen, dann fuhren wir über endlose Altiplanowüste bis zum Salzsee Salinas Grandes der strahlend weiss in dieser Hochebene liegt. Das Salz wird heute zu industriellen Zwecken gewonnen. Früher brauchten die Einheimischen es als Speisesalz, da es aber kein Jod enthält, hatten die älteren Menschen häufig Kröpfe. Es gibt dort auch ein fixfertiges Restaurant aus Salzquadern gebaut; allerdings ist es geschlossen, weil noch keine Betriebsbewilligung vorliegt. An diesem Tag sahen wir über 70 Vicuñas, die wilde Variante der Alpacas (die Lamas stammen von den wilden Guanacos ab; alles sind südamerikanische Kamelrassen). Auf dem Rückweg nach dem Überqueren des über 4200m hohen Passes fuhren wir statt über die Autobahn durch den Regenwald nach Salta zurück. Der Kontrast zu der kargen Landschaft des Altiplano hätte nicht grösser sein können.
Bilder Tren a las Nubes und Salinas Grandes
Den 31. Dezember verbrachten wir dann noch mit der Besichtigung von Salta. Neben vielen gut erhaltenen Kolonialbauten gibt es dort ein 2006 eröffnetes, modernes Museum, das die Geschichte und Auffindung dreier Kindermumien beschreibt, die unterhalb eines Vulkangipfels von den Incas geopfert wurden Da sie erst 1999 entdeckt wurden, ist ihnen das Schicksal früher Funde erspart geblieben, die verkauft und schlecht konserviert wurden. Haut und alle Organe sind dank den guten Verhältnissen ihrer Grabstätte extrem gut erhalten (geringer Druck, keine Mikroben, wenig zersetzender Sauerstoff) und zudem wurden sie natürlich nach neuesten Erkenntnissen behandelt und untersucht. 2 der Mumien sind im Museum ausgestellt.