31. Dezember 2007

27.12.-01.01. Salta - Quebrada de Humahuaca - Tren a las Nubes - Cafayate

Von Salta aus haben wir 3 Tage Exkursionen gemacht.

Am 28. fuhren wir in die Unesco geschützte Quebrada de Humahuaca. Dieses Tal ist berühmt für seine vielfarbigen Felsformationen, die von verscheidenen Mineralien und Erzen hervorgebracht wurden. Zudem gibt es eine mittelprächtige Ruine und ein paar malerische Dörfechen. In Humahuaca werden die jungen Leute in Tourismus und Handwerk ausgebildet, um zu verhindern, dass sie in die Städte ziehen. Die Attraktion dort ist ein lebensgrosser hölzerner Heiliger, der Punkt 12h aus einer Tür am Cabildo (Ratshaus) tritt und die wartende und fotografierende Menge segnet. Zudem überquerten wir den Wendekreis des Steinbocks.

Bilder Salta und Quebrada de Humahuaca

Am 29. fuhren wir mit dem Auto entlang der berühmten Zugsstrecke Tren a las Nubes. Die Strecke wird im März nach 2 Jahren Instandsetzung wieder in Betrieb genommen, fährt aber sowieso nur im argentinischen Winter. Aber mit dem Auto konnte man die eindrücklichen Brücken, Viadukte und Spitzkehren sehen; Beat fotografierte fleissig. In San Antonio de Cobre, der Bergstation, gab es Mittagessen, dann fuhren wir über endlose Altiplanowüste bis zum Salzsee Salinas Grandes der strahlend weiss in dieser Hochebene liegt. Das Salz wird heute zu industriellen Zwecken gewonnen. Früher brauchten die Einheimischen es als Speisesalz, da es aber kein Jod enthält, hatten die älteren Menschen häufig Kröpfe. Es gibt dort auch ein fixfertiges Restaurant aus Salzquadern gebaut; allerdings ist es geschlossen, weil noch keine Betriebsbewilligung vorliegt. An diesem Tag sahen wir über 70 Vicuñas, die wilde Variante der Alpacas (die Lamas stammen von den wilden Guanacos ab; alles sind südamerikanische Kamelrassen). Auf dem Rückweg nach dem Überqueren des über 4200m hohen Passes fuhren wir statt über die Autobahn durch den Regenwald nach Salta zurück. Der Kontrast zu der kargen Landschaft des Altiplano hätte nicht grösser sein können.

Bilder Tren a las Nubes und Salinas Grandes

Am 30. schliesslich unternahmen wir eine Fahrt durch einen weiteren Canyon nach Cafayate, einem Dorf in einem kleinen Weingebiet. In diesen Bergen gibt es allerlei Felsen, in denen man z.B. eine Kröte, die untergehende Titanic oder eine Ente erkennen kann. Weitere Höhepunkte sind ein natürliches Amphitheater mit einer Akustik, die 60% des Teatro Colón in Buenos Aires erreichen soll und eine Teufelsschlucht.

Bilder Quebrada de Cafayate

Den 31. Dezember verbrachten wir dann noch mit der Besichtigung von Salta. Neben vielen gut erhaltenen Kolonialbauten gibt es dort ein 2006 eröffnetes, modernes Museum, das die Geschichte und Auffindung dreier Kindermumien beschreibt, die unterhalb eines Vulkangipfels von den Incas geopfert wurden Da sie erst 1999 entdeckt wurden, ist ihnen das Schicksal früher Funde erspart geblieben, die verkauft und schlecht konserviert wurden. Haut und alle Organe sind dank den guten Verhältnissen ihrer Grabstätte extrem gut erhalten (geringer Druck, keine Mikroben, wenig zersetzender Sauerstoff) und zudem wurden sie natürlich nach neuesten Erkenntnissen behandelt und untersucht. 2 der Mumien sind im Museum ausgestellt.

Den Jahresübergang haben wir in Salta, Argentinien, in einer Peña gefeiert. Das ist so eine Art Folkloreclub, wo es eine gute Mischung aus Einheimischen und Touristen gab. Es gab Essen und Show und um Mitternacht haben alle miteinander angestossen.