Da der Bus nach San Pedro de Atacama in Chile unabhängig von Feiertagen nur Dienstag und Freitag fährt, mussten wir am Neujahrsmorgen schon um 7h losfahren. Es war eine wunderschöne Reise über Hochebenen und Pässe und der Chilenische Bus war um einiges besser als der argentinische Standard. Mitten in der Pampa war der argentinische Grenzübergang, erst ca. 2h später der chilenische Zoll in San Pedro de Atacama, wo Pässe und Gepäck demonstrativ geprüft wurden. San Pedro ist ein winziges Dorf mitten in einem der trockensten Gebiete der Erde (die trockenste Gegend liegt eine Bergkette weiter gegen das Meer, dort hat es seit17 Jahren nicht mehr geregnet). Alle Häuser sind aus Lehmziegel gebaut und die Strassen sind unbefestigt. Es ist extrem touristisch (es scheint fast nur aus Unterkünften, Restaurants, Reiseagenturen und Souvenir- und Handwerksläden zu bestehen) und es herrscht eine locker-heitere Stimmung.
Bilder von San Pedro de Atacama
Von hier aus haben wir die 3 klassischen Ausflüge gemacht.
Im Valle de la Luna kann man über Dünen und Schluchten wandern und in einer mondkraterartigen Landschaft den Sonnenuntergang mit hundert anderen Touristen geniessen.
Bilder Valle de la Luna
Am nächsten Tag stand ein Ausflug zum hiesigen, drittgrössten Salzsee der Welt auf dem Programm (nach Uyuni nicht weit von hier in Bolivien und dem Salt Lake in Utah). Dort kann man Flamingos und Vulkane sehen, die sich im Wasser spiegeln. Nach einem Frühstück am See fuhren wir in den Altiplano, wo wir auf 4200m einen 60 minütigen Spaziergang zu 2 Lagunen machten (war wegen der Höhe anstrengender als es tönt). Auch dort gab es Vicuñas und Füchse zu sehen. Ein köstliches Picknick vervollständigte die Idylle. Auf dem Rückweg besuchten wir eine Oase, im Regen - hier, wo es nur 5 Regentage im Jahr gibt!
Bilder Salar und Lagunen
Heute mussten wir um 3.30h aufstehen, um über eine Rumpelstrasse 2.5 Stunden zu einem Geysir-Feld auf 4400m Höhe zu fahren. Dort mussten wir mit bis zu 10 Grad unter Null rechnen, aber da es bewölkt war, kamen wir gut weg. Aufs Baden in einem der grösseren Becken haben wir dann aber doch verzichtet. Auf dem Nachhauseweg besuchten wir das winzige Dorf Machuca mit einer malerischen Kirche und Lamafleisch-Spiessen, die sich verkauften wie heisse Weggli.
Bilder Geyser del Tatio
Nach einer Siesta haben wir die verbleibende Zeit San Pedro genossen.