Am nächsten Tag reisten wir ca. 120km ins grüne Valle de Elqui (Letztes Jahr hat es hier nur 8 Tage geregnet, das Wasser kommt von unterirdischen Flüssen) - in ein kleines Hotel namens Tesoro de Elqui. Darauf haben wir uns schon lange gefreut, denn meine Eltern waren letztes Jahr dort und sie haben so davon geschwärmt. Mit Recht. Die Anlage mit Bungalows, die in einem Blumen- und Obstgarten verstreut sind, einem kleinen Pool mit herrlichem Blick über den Garten auf die kargen Berge ist wirklich ein Paradies und eine erholsame Oase.
Dort gab es 2 Tage Ferien von den Ferien; am Pool liegen, den Vögeln und dem Wind in den Blättern lauschen, lesen oder zusehen, ob die kleine, unentschlossene Wolke sich über den Berggipfel wagt, oder sich doch wieder zurückzieht, und dann wieder mal ein paar Runden schwimmen.... sooo gemütlich. Das Hotel wird von 2 deutschen Mädels geführt, die sind erst 27 und haben das Haus in einem Spontanentscheid vor knapp 3 Jahren übernommen. Man kann es verstehen.
Vorgestern Abend fuhren wir ins Observatorium Mamalluca. Das haben sie gebaut, um die Touristen vom wissenschaftlichen Tololo abzuhalten, damit die dort in Ruhe arbeiten können.
Das war sehr toll, wir sahen Sternhaufen, Sternennebel, den Mars und den Mond. Der war am coolsten, weil man natürlich am meisten sah, jeden Krater und wäre jemand zu Hause gewesen, hätten wir den bestimmt auch gesehen.
Als wir gegen Mitternacht zurück kamen, war die Beach Bar-Einweihungsparty noch im Gange und wir tranken auch noch einen Pisco Sour (das scheint hier das Nationalgetränk zu sein, so was wie Grappa mit Fruchtsaft). Es waren noch ein paar wenige Gäste da, sonst Einheimische und eine der Besitzerinnen, mit denen wir noch eine lustige Zeit verbrachten.
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